Die jüngsten Unruhen im Nordwesten Chinas, die fast 200 Tote und Tausende Verletzte forderten, haben weltweit Aufsehen erregt. Schon lange hatte es keinen derart heftigen Zusammenstoß zwischen der han-chinesischen Mehrheitsbevölkerung und den muslimischen Uiguren gegeben.
Gründe für die Krawalle gibt es viele: die Benachteiligung der Uiguren durch Politik und Gesellschaft, die Unterdrückung ihres islamischen Glaubens, die wirtschaftliche Kluft zwischen den reichen Han-Chinesen und den armen Uiguren, etc.
Vor über zehn Jahren begann die IFES mit einem Kultur- und Sprachaustauschprogramm, um auf diese Weise das Volk der Uiguren zu erreichen. Es ist nicht leicht, an diese Minderheit heranzukommen, doch wir sind dankbar, dass wir erleben durften, wie sich die Tür einen Spaltbreit öffnete.
Nun aber, infolge der Aufstände und des rigorosen Durchgreifens der Regierung, wird sich die Tür sicher für eine Weile wieder schließen. Viele unserer Freunde wurden ausgewiesen oder sind aus Sicherheitsgründen vorübergehend ausgereist.
Danken Sie Gott für sein Wirken unter den Uiguren in den vergangenen zehn Jahren und bitten Sie um Schutz für die einheimischen Gläubigen, dass sie unter äußerst schwierigen Umständen im Glauben standhalten und ein Zeugnis für Christus sind. Aus Sicherheitsgründen können wir nicht ins Detail gehen. Beten Sie, dass Gottes Werk weiterhin wachsen möge, auch wenn viele Mitarbeiter fortgegangen sind und Visa nicht verlängert wurden. Beten Sie, dass der Heilige Geist die jungen Gläubigen in alle Wahrheit leitet und sie zu Friedensstiftern werden können.
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